Gesellschaft für Forschung auf biophysikalischen Grenzgebieten

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Der Menhir

Menhir ist eine bretonische Bezeichnung für einen hochkant aufgerichteten "grossen Stein" oder Megalith. Sie bedeutet „Langer Stein“ (maen=Stein, hir = lang). Das Aufstellen dieser Steine begann weltweit im Neolithikum und wird mancherorts noch heute gepflegt (z.B. Myanmar/Burma, Nagaland/NW-Indien). In Europa verschwand der Brauch ums Jahr 1000 v.u.Z.
Menhire sind freistehende oft phallisch oder menschlich geformte Steine die, einzeln, in Kreisen oder Reihen und Quadraten angeordnet aufgestellt wurden. Menhire können bearbeitet oder unbearbeitet sein. Einige (bes. die kontinentalen einer bestimmten Periode) sind mit Schlangen, Spiralen oder Gerätschaften verziert. Menhire mit menschlichen Konturen nennt man Antropomorphe- oder Statuen-Menhire. Sie kommen rund um das westliche Mittelmeer, in der Schweiz (Yverdon, Sion) und auf den Kanalinseln vor.
Von den Findlingen – den während der Eiszeit durch Gletscher verschleppten "erratischen" Felsbrocken – unterscheiden sich die Menhire dadurch, dass sie bewusst vertikal gestellt und in der Erde verankert wurden. Auch ihre Aufstellungsorte weichen zumeist vom natürlichen Fundort ab. Menhire sind bevorzugt an Berghängen, auf natürlichen Anhöhen und Terrassen, an Wegrändern, Wegkreuzungen und Wasserstellen (Wasserkult!), oftmals weithin sichtbar, aufgestellt worden.

Deutung
Die vollständige Bedeutung dieser Steine ist noch nicht gänzlich geklärt, auch wenn sich die Beweise und Anhaltspunkte durch zunehmende Ausgrabungen und neue Disziplinen wie der Landschaftsmythologie (Kurt Derungs) langsam verdichten. Von den "Megalithforschern" heute am häufigsten genannte Deutungen:

  • Ihre vertikale Aufstellung und die oft anzutreffenden phallischen Formen lassen auf einen männlichen Fruchtbarkeitskult schliessen. Er steht mit der Sonne in Verbindung – dem Ursprung allen Lebens.

  • Ahnen-/Wiedergeburtskult: Die Steine symbolisieren Seelenorte der Vorfahren und sind Teil eines rituellen Ahnenkult, der vermutlich häufig in Verbindung mit einem Opfer (Speise, Tiere, Gegenstände) praktiziert wurde. Zeremonien sollten das Gefühl verstärken, dass der Ahn mit und bei seinen Nachkommen lebt bzw. in ihnen wiedergeboren wird.

  • *Geomantiker und Pendler meinen: Viele Menhire befänden sich an Orten, an denen eine besondere tellurische Kraft (Energiefluss der Erde) vorhanden sei, wie z.B. in der Nähe von Quellen oder Flüssen. Die Erde werde wie ein Lebewesen von energetischen Strömen durchflossen. An bestimmten Punkten trete diese Energie aus und werde von einem Menhir kanalisiert. Er erfülle die Aufgabe „der irdischen Akupunktur“, wie der Kulturphilosoph Jorge Angel Livraga es bezeichnete.
    Eine Sonderstellung innerhalb der Gruppe der Menhire nehmen die zu einem späteren Zeitpunkt aufgestellten germanischen Bauta-, die irisch-keltischen Ogham- und die Runensteine der Wikinger dar. Diese mit Bildern, Schriftzeichen und Einkerbungen verzierten Stelen, mögen auf den ersten Blick an kleine Menhire erinnern, sind von diesen aber deutlich zu trennen. Denn während Menhire im Neolithikum und in der Bronzezeit zu obengenannten Zwecken dienten, handelt es sich bei diesen um Gedenksteine aus der Eisenzeit, die an individuelle Taten oder Personen erinnern sollen.


(Quelle: "steinkreis.ch")


*Anmerkung:
Im Buch "Orte der Kraft in der Schweiz" von Blanche Merz, werden die Menhire von Yverdons-les-Bains als Kraftort erwähnt. Bei einem der grösseren Steine, soll das "Biometer" die Kraft der Abstrahlung mit 16000 Boviseinheiten angeben.


Bowiseinheiten: Masseinheit der biophysikalischen Messmethode mit Hilfe des radiästhetischen Pendels
(6500 Bowiseinheiten: neutraler Wert).

   
Menhire Yverdon-les-Bains (Video HQ) (Film von Roland Wirz)
Menhire Yverdon-les-Bains (Video HD) (Film von Roland Wirz)
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